Convivia Literaria - Authors Community for Literature and Art Projects - ISSN 1862-2429

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The OASIS Archive Project and the future of digital archive systems

Als Online-Plattform zur Förderung von Schriftsteller/innen und Künstler/innen richtet Convivia Literaria ihre Aufmerksamkeit nicht nur auf die aktuellen technischen Möglichkeiten für einen optimalen Kulturaustausch zwischen Autor/innen unterschiedlichster Herkunft. Die fachgemäße digitale Archivierung der gelieferten Beiträge, seien es Texte, grafische Dokumente oder inzwischen auch Videokunstarbeiten, und deren Erhaltung in einer katalogisierten und sicheren Datenbank, ist für die wachsende Convivia-Plattform von zentraler Bedeutung. Mit dem Zweck, sich dem neuesten Stand der digitalen Archivierungspraxis anzunähern und sich Knowhow anzueignen, hat Convivia das OASIS Archive Projekt lange beobachtet, sich mit dessen Hintergründen auseinandergesetzt und als plausibles Online-Archiv-Modell in Betracht gezogen.

Ziele des europäischen Projekts OASIS (Open Archiving System with Internet Sharing) sind die Entwicklung eines Metaarchivsystems mit innovativen Navigationshilfen zur Erhaltung von Kunstwerken und die Medienverarbeitung unterschiedlichster Art. Mit diesem System gilt es neben den traditionellen Kunstformen, z.B. Malerei, Skulpturen, Architektur, auch die sich immer mehr etablierenden, elektronischen Künste zu erschließen, deren Erhaltung und zukünftige Bewahrung auf Grund ihrer dynamischen Natur gefährdet ist. Die ausgeprägte Akzeptanz vorwiegend jüngerer Generationen für diese Art von Kulturgut verlangt nach einer geeigneten Plattform für die effektive Verbreitung und Dokumentation medienbasierter Exponate.

OASIS hat die Entwicklung eines Metaarchivsystems mit Internetstreaming zur Kopplung intelligenter, distributiver Rechnerdatenbanken zum Ziel, das die Konservierung, Indizierung und Präsentation verschiedenartiger künstlerischer Medien ermöglicht. Diese offene Systemplattform mit skalierbarem Konzept und Schnittstellen für innovative Weiterentwicklungen soll zusätzlich auch die ortsunabhängige Präsentation elektronischer Kunst gewährleisten. Um dieses Ziel zu erreichen, werden bereits existente Datenbanken mit einem übergreifenden Metaarchivsystem für Artefakte wie Film, Video, Audio und Bildmaterial verknüpft, um so Werke mit kunsthistorischem Wert für die Öffentlichkeit zu erschließen. Dieser anspruchsvollen Aufgabe stellt sich die Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, welcher die Leitung des OASIS Projektes obliegt, mit Kooperationspartnern aus weiteren vier europäischen Ländern in einem EU-Förderprojekt:


  • ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe Karlsruhe, Deutschland)
  • CIANT – International Centre for Art and New Technology (Prag, Tschechei)
  • AGH – University of Science and Technology, Department of Telecommunications (Krakau, Polen)
  • MONTEVIDEO – Netherlands Media Art Institute (Amsterdam, Niederlande)
  • Les Instants Vidéo Numériques et Poétiques (Marseille, Frankreich)


Die OASIS-Webpräsenz sowie weitere Infos zum Thema Digitalisierung und Archivierung von elektronischen Kunstwerken findet Ihr unter http://www.oasis-archive.eu

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